Der Wels Fisch, auch Waller genannt, ist einer der größten Süßwasserfische Europas und fasziniert Angler und Naturfreunde gleichermaßen. Seine imposante Erscheinung, seine verborgene Lebensweise und die Herausforderung, ihn zu fangen, machen ihn zu einem begehrten Zielfisch. Doch nicht nur Angler interessieren sich für den Wels. Auch in der Aquaristik gewinnt er zunehmend an Bedeutung, wenn auch eher für sehr große Becken und erfahrene Aquarianer. Dieser Artikel widmet sich dem Wels Fisch in all seinen Facetten und bietet Ihnen eine Übersicht über die verschiedenen Arten, gibt Tipps zur artgerechten Pflege und erklärt bewährte Fangmethoden.

Key Takeaways:
- Der Wels Fisch ist ein faszinierender Raubfisch mit verschiedenen Arten, die sich in Größe und Verbreitung unterscheiden.
- Eine artgerechte Pflege im Aquarium erfordert viel Platz, passende Wasserwerte und eine abwechslungsreiche Ernährung.
- Beim Angeln auf Wels gibt es verschiedene Methoden, von denen das Spinnfischen, das Bojenfischen und das Abspannen besonders erfolgversprechend sind.
- Das Wissen über das Verhalten des Welses und die richtige Ausrüstung sind entscheidend für den Erfolg beim Fang.
Wels Fisch Artenvielfalt: Ein Überblick
Obwohl der Europäische Wels (Silurus glanis) die bekannteste Art ist, gibt es weltweit zahlreiche weitere Welsarten. Diese unterscheiden sich in Größe, Aussehen und Lebensweise. Einige Beispiele:
- Europäischer Wels (Silurus glanis): Der Gigant unter den Süßwasserfischen. Er kann eine Länge von über 2,5 Metern und ein Gewicht von über 100 kg erreichen. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über weite Teile Europas, einschließlich Deutschland.
- Zwergwels (Ameiurus nebulosus): Deutlich kleiner als sein europäischer Verwandter. Er erreicht selten eine Länge von mehr als 50 cm und ist ursprünglich in Nordamerika beheimatet. Inzwischen hat er sich aber auch in einigen europäischen Gewässern, darunter auch in einigen deutschen Flüssen, etabliert.
- Blauer Antennenwels (Ancistrus dolichopterus): Ein beliebter Aquarienfisch, der durch seine auffälligen Barteln um das Maul herum gekennzeichnet ist. Er ist friedlich und trägt zur Algenbekämpfung im Aquarium bei.
- Metallpanzerwels (Corydoras aeneus): Ein weiterer beliebter Aquarienfisch, der sich durch seine Panzerplatten und sein geselliges Verhalten auszeichnet. Er ist ein Bodenbewohner und sucht aktiv nach Futterresten.
Die Wahl der richtigen Welsart hängt von den individuellen Bedürfnissen und den gegebenen Möglichkeiten ab. Für ein Aquarium kommen in der Regel nur kleinere Arten in Frage, während Angler natürlich am ehesten an den großen Raubfischarten interessiert sind. In Deutschland ist vor allem der Europäische Wels von Bedeutung.
Wels Fisch Pflege im Aquarium: Was ist zu beachten?
Die Haltung von Wels Fischen im Aquarium erfordert einiges an Fachwissen und Vorbereitung. Vor allem die Größe des Beckens ist ein entscheidender Faktor. Während kleinere Arten wie der Blaue Antennenwels oder der Metallpanzerwels in einem Standardaquarium gehalten werden können, benötigen größere Arten wie der Europäische Wels ein riesiges Becken mit mehreren tausend Litern Fassungsvermögen.
Neben der Größe des Beckens sind auch die Wasserwerte und die Einrichtung von Bedeutung. Welse bevorzugen in der Regel leicht saures bis neutrales Wasser mit einer Temperatur von 22-28°C. Eine gute Filterung und regelmäßige Wasserwechsel sind unerlässlich, um die Wasserqualität stabil zu halten.
Auch die Einrichtung des Aquariums sollte den Bedürfnissen der Welse angepasst sein. Versteckmöglichkeiten in Form von Wurzeln, Steinen oder Höhlen sind wichtig, damit sich die Fische wohlfühlen. Eine Bodengrund aus Sand oder Kies ist ideal, da die meisten Welsarten gerne im Bodengrund nach Futter suchen.
Die Ernährung von Welsen ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt der Pflege. Die meisten Welsarten sind Allesfresser und nehmen sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung zu sich. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Lebendfutter, Frostfutter, Trockenfutter und Gemüse ist ideal, um die Fische gesund und vital zu halten.
Wels Fisch Fangmethoden: Erfolgreich auf Wallerjagd
Das Angeln auf Wels Fisch ist eine spannende und herausfordernde Angelegenheit. Es gibt verschiedene Methoden, die sich bewährt haben.
- Spinnfischen: Beim Spinnfischen wird ein Kunstköder (z.B. Wobbler, Gummifisch oder Spinner) aktiv durch das Wasser gezogen. Diese Methode ist besonders effektiv in Flüssen mit starker Strömung.
- Bojenfischen: Beim Bojenfischen wird ein Köderfisch an einer Boje in der Nähe von Unterwasserstrukturen (z.B. versunkene Bäume oder Brückenpfeiler) angeboten. Diese Methode ist besonders effektiv in stehenden Gewässern.
- Abspannen: Beim Abspannen wird ein Köderfisch am Grund des Gewässers platziert und mit einer starken Schnur und einem Bissanzeiger verbunden. Diese Methode ist besonders effektiv in tiefen Gewässern mit wenig Strömung.
- Klopfen: Hier wird ein spezielles Gerät benutzt, um Töne unter Wasser zu erzeugen, die den Wels anlocken. Oftmals wird dabei auch ein Köderfisch angeboten.
Die Wahl der richtigen Fangmethode hängt von den jeweiligen Gegebenheiten ab. Wichtig ist, dass die Ausrüstung (Rute, Rolle, Schnur, Haken) der Größe und Kraft des Welses angepasst ist. Auch das Wissen über das Verhalten des Welses (z.B. seine bevorzugten Standorte und seine Aktivitätszeiten) ist entscheidend für den Erfolg. Es ist wichtig zu beachten, dass es in Deutschland je nach Bundesland unterschiedliche Schonzeiten und Mindestmaße für den Wels gibt, die unbedingt eingehalten werden müssen.
Das Verhalten vom Wels Fisch verstehen
Um den Wels Fisch erfolgreich zu angeln, ist es wichtig, sein Verhalten zu kennen. Welse sind nachtaktive Raubfische, die sich tagsüber meist in Verstecken aufhalten. In der Dämmerung und in der Nacht werden sie aktiv und gehen auf Jagd. Sie ernähren sich von Fischen, Krebsen, Fröschen und anderen Kleintieren.
Welse bevorzugen tiefe, trübe Gewässer mit vielen Versteckmöglichkeiten. Sie halten sich gerne in der Nähe von Unterwasserstrukturen (z.B. versunkene Bäume, Brückenpfeiler oder Steilufer) auf. Auch in der Nähe von Zuflüssen oder an Stellen mit starker Strömung sind sie oft anzutreffen.
Welse sind sehr vorsichtige Fische. Sie reagieren empfindlich auf Geräusche und Vibrationen. Daher ist es wichtig, sich beim Angeln ruhig zu verhalten und unnötigen Lärm zu vermeiden.
Das Verständnis des Verhaltens des Welses ist der Schlüssel zum Erfolg beim Angeln. Wer die Vorlieben und Gewohnheiten dieses faszinierenden Raubfisches kennt, hat gute Chancen, ihn an den Haken zu bekommen.
